Die MPU entscheidet darüber, ob Sie Ihre Fahrerlaubnis zurückbekommen. Hier erfahren Sie in wenigen Minuten, was sie ist, wer sie braucht und wie sie abläuft.
Jetzt kostenlos vorbereitenDie Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU), umgangssprachlich auch "Idiotentest" genannt, ist eine behördlich angeordnete Begutachtung der Fahreignung. Sie wird von der Fahrerlaubnisbehörde angeordnet, wenn Zweifel an Ihrer Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs bestehen – meist nach Alkohol- oder Drogendelikten oder bei zu vielen Punkten in Flensburg. Rechtsgrundlage sind §§ 11–14 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV).
Die MPU ist gesetzlich verankert: § 3 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) erlaubt der Fahrerlaubnisbehörde, die Fahrerlaubnis bei Zweifeln an der Eignung zu entziehen oder von einer Begutachtung abhängig zu machen. Die konkreten Anordnungsgründe stehen in der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV): § 13 FeV regelt die Anordnung bei Alkoholauffälligkeit, § 14 FeV bei Betäubungsmitteln und Arzneimitteln, § 11 Abs. 3 FeV bei Eignungszweifeln allgemein – etwa nach wiederholten oder schweren Verkehrsverstößen. Die Behörde muss die Anordnung schriftlich begründen und eine konkrete Frist zur Beibringung des Gutachtens setzen.
Die Kosten für eine MPU liegen je nach Anlass und Begutachtungsstelle meist zwischen 400 und 850 Euro. Alkoholfälle sind in der Regel günstiger als Drogen- oder Punktefälle, weil zusätzliche Laboranalysen (z. B. Haaranalyse) den Preis erhöhen können. Nach dem eigentlichen Termin dauert es üblicherweise vier bis sechs Wochen, bis das schriftliche Gutachten vorliegt. Wird die MPU nicht bestanden, ist eine Wiederholung möglich – meist wird empfohlen, vorher gezielt an den im Gutachten genannten Kritikpunkten zu arbeiten, statt die Untersuchung unverändert zu wiederholen.
Der erste Schritt ist, den Anordnungsbescheid der Fahrerlaubnisbehörde genau zu lesen: Er nennt den konkreten Anlass und die gesetzte Frist. Wichtig ist, diese Frist nicht verstreichen zu lassen, da sonst die Fahrerlaubnis endgültig entzogen werden kann. Parallel lohnt sich eine ehrliche Bestandsaufnahme der eigenen Vorgeschichte – genau hier setzt eine strukturierte Vorbereitung an, damit im psychologischen Gespräch eine nachvollziehbare, authentische Antwort auf die entscheidende Frage steht: Was hat sich seit dem Vorfall wirklich verändert?
Eine behördlich angeordnete Begutachtung zur Feststellung der Fahreignung, bestehend aus medizinischem Check, Leistungstests und psychologischem Gespräch.
Typische Anlässe: Alkohol ab 1,6 Promille, Drogenfahrten, 8+ Punkte in Flensburg, bestimmte Straftaten im Straßenverkehr.
Bundesweit rund 50 %. Häufigster Grund ist eine zu oberflächliche Aufarbeitung im psychologischen Gespräch – nicht fehlende Abstinenznachweise.
Drei Stationen an einem Termin: medizinischer Check inklusive Laborwerten, computergestützte Leistungs- und Reaktionstests, und zuletzt das psychologische Gespräch über Vorgeschichte, Einsicht und Verhaltensänderung.
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