Wer vor einer MPU steht, fragt sich fast immer auch: Was kostet das eigentlich? Die Sorge ist verständlich, denn die Untersuchung ist keine kleine Ausgabe. Wer aber weiß, woraus sich die Kosten zusammensetzen und wo sich sinnvoll sparen lässt, kann besser planen und vermeidet böse Überraschungen.
Die Gebühr für die eigentliche Begutachtungsstelle für Fahreignung ist nur ein Teil der Gesamtkosten. Sie richtet sich in erster Linie danach, welche Fragestellung die Führerscheinstelle formuliert hat: Geht es nur um Alkohol, nur um Punkte oder liegt eine kombinierte Fragestellung mit medizinischem und psychologischem Teil vor, wird es umfangreicher und damit teurer. Hinzu kommen je nach Fall:
Gerade die Abstinenznachweise und eine gute Vorbereitung machen oft einen größeren Teil der Gesamtsumme aus als die Begutachtung selbst – sind aber auch der Hebel, mit dem sich die Erfolgschancen am meisten verbessern lassen.
Die Begutachtungsstellen kalkulieren ihre Gebühren nach einem Gebührenverzeichnis, das den Aufwand der jeweiligen Fragestellung widerspiegelt. Eine einfache MPU wegen Punkten ist in der Regel günstiger als eine kombinierte Untersuchung wegen Alkohol- und Drogenauffälligkeiten mit zusätzlichem medizinischen Gutachten. Es lohnt sich, bei mehreren Stellen in der Region unverbindlich Preise zu vergleichen – die Unterschiede können spürbar sein, ohne dass das an der Qualität liegen muss.
Die MPU-Kosten müssen in aller Regel selbst getragen werden, da es sich um eine behördlich angeordnete Voraussetzung für die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis handelt und nicht um eine Heilbehandlung. Ausnahmen oder Zuschüsse sind selten und hängen vom Einzelfall ab. Wer die Kosten nicht auf einen Schlag aufbringen kann, sollte frühzeitig bei der gewählten Begutachtungsstelle oder Beratungsstelle nach Ratenzahlung fragen – viele Anbieter zeigen sich hier gesprächsbereit.
Der größte Kostentreiber ist nicht die Gebühr selbst, sondern eine nicht bestandene MPU. Wer die Untersuchung wiederholen muss, zahlt die Gebühr ein zweites Mal – oft sogar für eine aufwendigere Fragestellung, weil die Begutachtungsstelle nun auch die gescheiterte erste MPU mitbewertet. Eine seriöse Vorbereitung ist deshalb keine vermeidbare Zusatzausgabe, sondern der wirksamste Weg, unnötige Wiederholungskosten von vornherein zu verhindern.
Die Kosten einer MPU wirken auf den ersten Blick hoch, setzen sich aber aus nachvollziehbaren Bausteinen zusammen, die Sie zu einem großen Teil selbst beeinflussen können. Wer sich frühzeitig informiert, Angebote vergleicht und Zeit in eine gründliche Vorbereitung investiert, gibt nicht nur unnötig Geld für eine Wiederholung aus, sondern hat auch die besten Karten, die MPU beim ersten Anlauf erfolgreich zu bestehen.
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