MPU Ratgeber

MPU-Anmeldung: So bekommen Sie einen Termin bei der Begutachtungsstelle

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Sobald die Führerscheinstelle eine MPU angeordnet hat, stellt sich für viele Betroffene zuerst eine ganz praktische Frage: Wie melde ich mich eigentlich an, welche Unterlagen brauche ich dafür und wie lange dauert es bis zum Termin? Diese organisatorischen Schritte wirken auf den ersten Blick unübersichtlich, sind aber mit etwas Vorbereitung schnell erledigt.

Der erste Schritt: Die Anordnung genau lesen

Im Schreiben der Führerscheinstelle steht nicht nur, dass eine MPU erforderlich ist, sondern auch die konkrete Fragestellung, die begutachtet werden soll, etwa zur Alkohol- oder Drogenproblematik oder zu wiederholten Verkehrsverstößen. Diese Fragestellung ist wichtig, denn sie bestimmt, welche Unterlagen und Nachweise Sie für die Anmeldung benötigen. Außerdem finden Sie dort meist eine Frist, bis wann das Gutachten vorgelegt werden muss. Diese Frist sollten Sie ernst nehmen, auch wenn zwischen Anordnung und tatsächlichem Termin oft mehrere Wochen liegen.

Welche Begutachtungsstelle ist die richtige?

In Deutschland gibt es mehrere amtlich anerkannte Begutachtungsstellen für Fahreignung, etwa von TÜV, DEKRA oder anderen Trägern. Grundsätzlich können Sie frei wählen, bei welcher Stelle Sie die Untersuchung durchführen lassen, sofern die Führerscheinstelle keine bestimmte Stelle vorschreibt. Bei der Auswahl lohnt sich ein Blick auf:

Wichtiger als die Wahl der Stelle ist am Ende ohnehin die Qualität Ihrer Vorbereitung, denn die fachlichen Kriterien, nach denen begutachtet wird, sind bundesweit einheitlich geregelt.

Diese Unterlagen brauchen Sie für die Anmeldung

Für die Anmeldung bei der Begutachtungsstelle sollten Sie in der Regel Folgendes bereithalten:

Nicht alle Unterlagen müssen sofort bei der Anmeldung vorliegen, einiges kann auch bis zum eigentlichen Untersuchungstermin nachgereicht werden. Ein kurzer Anruf bei der gewählten Begutachtungsstelle schafft hier schnell Klarheit, was im Einzelfall benötigt wird.

Wie lange dauert es bis zum Termin?

Die Wartezeit zwischen Anmeldung und Untersuchungstermin schwankt je nach Region, Auslastung der Stelle und Jahreszeit, liegt erfahrungsgemäß aber häufig bei mehreren Wochen. Wer die MPU nicht auf den letzten Drücker angehen möchte, meldet sich daher am besten frühzeitig an, auch wenn die eigentliche inhaltliche Vorbereitung, etwa der Aufbau einer Abstinenz oder eine verkehrspsychologische Beratung, ohnehin Zeit braucht. Anmeldung und Vorbereitung lassen sich gut parallel angehen.

Was passiert nach der Anmeldung?

Nach der Anmeldung erhalten Sie in der Regel eine Terminbestätigung sowie genauere Informationen zum Ablauf, etwa ob medizinische und psychologische Untersuchung an einem oder an getrennten Terminen stattfinden. Bis dahin bleibt Zeit, sich inhaltlich vorzubereiten: die eigene Vorgeschichte zu reflektieren, notwendige Nachweise zu vervollständigen und offene Fragen zu klären, im Zweifel auch mit einer erfahrenen MPU-Beratung.

Der organisatorische Teil der MPU ist reine Formsache und mit ein wenig Vorlauf gut zu bewältigen. Entscheidend für ein positives Ergebnis ist am Ende die inhaltliche Vorbereitung auf die Fragestellung, die hinter Ihrer Anordnung steht.

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Waldemar Kabakov
Waldemar Kabakov
Zertifizierter Krafteignungsberater & Psychologischer Berater
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