Führerscheinentzug

Kurz vor Weihnachten vor vier Jahren wurde Kathrin B. (43) bei einem illegalen Autorennen getötet. Ein Mercedes CLS mit 250 PS näherte sich und schleuderte sie über die Straße, als sie am Abend den Leipziger Turm überquerte, direkt im Zentrum der Stadt.

Kathrin B. schlenderte am 14. Dezember 2019 nach einem Weihnachtskonzert nach Hause. Im Zentrum der Leipziger Straße wurde die Mutter von drei Jungen im Zentrum von Halle getroffen. Denn zwei junge Raser lieferten sich ein Rennen mit ihren schicken Autos, und sie verblutete auf dem Asphalt.

Mohammed G., der verstorbene Fahrer, der zum Zeitpunkt des Verbrechens 22 Jahre alt war, beging Fahrerflucht und erhielt im Strafprozess eine Haftstrafe von 36 Monaten! Oliver B., eine 45-jährige Witwe, war Nebenklägerin in den Prozessen gegen den Haupttäter. Als der Prozess gegen den zweiten Raser Ende November 2023 vor dem Jugendschöffengericht begann, sagte die Hallenserin: “Ich bin froh, dass der zweite Raser endlich auf der Anklagebank sitzt.”

Xebat C. wurde von der Staatsanwaltschaft wegen illegalen Autorennens angeklagt (Az. 193 Js 43970/22). Berichten zufolge soll er am Abend des Unfalls im Jahr 2019 zusammen mit Mohammed G., dem verstorbenen Fahrer, auf dem Hansering ein Rennen gefahren sein. Er war mit einem Audi Q7 unterwegs.

Die Staatsanwaltschaft beschuldigte ihn nicht direkt für den Tod der Mutter von drei Kindern verantwortlich zu sein. Allerdings kann illegales Autorennen (§ 315 StGB) ebenfalls mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestraft werden. Nach dem tödlichen Unfall konfiszierte die Polizei den Führerschein von Xebat C.

Aber viele Zeugen erinnern sich kaum an etwas aus dem dreitägigen Amtsgerichtsprozess. Einige verweisen auf Gedächtnislücken, während andere widersprüchliche Aussagen machen. Die Anschuldigungen werden vom Angeklagten zurückgewiesen. Schließlich wird Xebat C. für nicht schuldig befunden. Selbst die Zeit, in der sein Führerschein eingezogen wurde, wurde von den Richtern ausgeglichen.

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